Dienstplan

Am Montagabend, den 24.September 2018, stand der geplante Ausbildungsdienst der Feuerwehren Stadt Elterlein auf dem Dienstplan.

Wie jedes Jahr nutzen wir gemeinsame Dienste, um in Zugstärke der Stadtwehr an Gefahrenschwerpunkten im Ort zu üben.

Der vergangene Montag sollte jedoch ein wenig mehr, als nur eine trockene Ausbildung sein. Dieses Mal unterstützten uns die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Crottendorf und Scheibenberg mit ihrer Technik.

Um allen Teilnehmern einen kleinen Vorgeschmack zu geben, lautete der Hinweis:

„Was tun, wenn die Schule brennt?“

Alle Wehren trafen sich pünktlich um 18 Uhr im Bereitstellungsraum an der Bahnstraße zur Einweisung. Kurz noch ein paar Fragen beantwortet, dann ging es los:

 

Der Einsatzauftrag lautete am Funk: Kellerbrand in der Grundschule Elterlein, starke Rauchentwickelung, mehrere Personen befinden sich noch im Gebäude!

Um eine realitätsnahe Situation zu schaffen, wurde vorerst nur das Elterleiner Löschfahrzeug zusammen mit dem Kommandowagen entsandt.

Nach wenigen Minuten Blaulichtfahrt an der Grundschule eingetroffen, verschaffte sich der Einsatzleiter ein Bild vor Ort. „Rauchentwickelung aus einer Kellertür konnte er bestätigen.“

Die anwesende Schulleiterin teilte dem Einsatzleiter mit, wieviele Kinder noch nicht am Sammelplatz eingetroffen sind und das der Hausmeister Löschversuche unternahm.

„Dieser ist aber aktuell nicht mehr aufzufinden. Der Brand sei vermutlich im Heizungskeller ausgebrochen.“

Der Einsatzleiter ordnet zügig den Raum und wies dem ersten HLF die Aufgabe – Menschenrettung – zu. „Eine Person ist vermutlich im Keller“ und zwölf Personen sind an den Dachfenstern zu sehen.

Umgehend wurde erweiterter Stadtalarm durch die Übungsleitung ausgelöst und die Kräfte aus den Ortswehren Hermannsdorf, Scheibenberg und Crottendorf alarmiert.

Das TSF-W der Hermannsdorfer traf kurz Zeit später an der Einsatzstelle ein und stellte die Wasserversorgung aus der angrenzenden Zisterne sicher.

Die alarmierten Kräfte aus Scheibenberg unterstützten infolge die Menschenrettung unter Atemschutz im Hofbereich.

 

Ein weiterer Schwerpunkt an diesem Abend, die Sicherstellung der Evakuierung von Personen im Dachbodenbereich. Dies war eine wichtige Aufgabe der Drehleiter aus Crottendorf. Nach Erkundung der Anleitermöglichkeiten, entschieden sich die Kameraden, für eine Rettung der Kinder über die Fenster der Giebelseite.

Schnell zeigte sich bei diesem Szenario, wieviele Aufgaben verteilt und koordiniert werden wollen. Hinzu kommen noch jedemenge Betroffene oder Verletzte.

Um kein Chaos ausbrechen zu lassen, unterteilte man den Einsatz in Abschnitte.

„Wir schickten schnellstmöglich Einsatzkräfte zur Rettung ins Dachgeschoss“, sagte der Einsatzleiter. Dies beruhigte die Schulleiterin ungemein.

Ungefähr 10 Minuten nach der Alarmierung gelang es dann einem Trupp zum Dachgeschoss vorzudringen. Die Kameraden beruhigten die Kinder und erklärten ihnen die Vorgehensweise. Zunehmend wurden Flucht- und Rettungswege verraucht. Eine Rettung über das Treppenhaus war somit nicht mehr möglich. Also musste die Drehleiter her.

Die Kameraden aus Scheibenberg suchten gemeinsam mit den Elterleinern nach dem noch vermissten Hausmeister im Keller.

Aufgrund der Übungssituation, war es selbstverständlich ein riesen Spaß für alle Kinder, über die Drehleiter gerettet zu werden. Weitere Trupps folgten hier zur Unterstützung.

Ein paar Kinder trauten dennoch nicht der Drehleiter und wurden über einen zweiten rauchfreien Fluchtweg nach draußen gebracht.

 

Zusätzlich frei werdende Kräfte aus Hermannsdorf und Crottendorf, unterstützten als Atemschutztrupps parallel die Rettung des Hausmeisters im Kellerbereich.

Nach der Meldung „Feuer aus“ fand man diesen dann endlich im rückwärtigen Bereich des Brandraumes. Es erfolgte die Rettung und Übergabe an den Rettungsdienst.

Letzter wichtiger Schwerpunkt der nun folgte: Entrauchung des gesamten Objektes.

Zusammen mit Hochleistungslüftern und der baulichen Bedingungen, meisterten die Kameraden auch diese Aufgabe schnell und zuverlässig.

Es galt das Kommando: „Übungsende“ und Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft.

Nachdem alles aufgeräumt und Einsatzbereit war, folgte eine kurze Auswertung zum Ablauf. Zudem stärkten sich alle Einsatzkräfte mit einem kleinen Imbiss und kalten Getränken.

Abschließend kann man sagen, es war eine prima Zusammenarbeit aller Einheiten bei diesem Ereignis.

Die Feuerwehren sind für solche Fälle gut gewappnet und den Satz: „Hurra, die Schule brennt…“, lassen wir lieber in den Büchern dieser Einrichtung.

 

Ein großes Dankschön an die Frauenabteilung und Küchencrew der Elterleiner Wehr! Ohne Mampf…

Ein weiterer Dank gilt der Schulleitung und den beteiligten Kindern der Grundschule Elterlein für ihre Unterstützung.

Und natürlich nicht zu vergessen, noch einmal vielen Dank an die Wehren aus Crottendorf und Scheibenberg.

Weiterhin, Gut Wehr.

 

*Wir freuen uns schon, auf den nächsten gemeinsamen Dienst im November, in Hermannsdorf.

(Quelle Text & Bild: Fw Stadt Elterlein)