Datum: 19. Juni 2017 
Alarmzeit: 11:58 Uhr 
Alarmierungsart: DME, Sirene 
Dauer: 2 Stunden 13 Minuten 
Art: TH 1 
Einsatzort: S222 Elterlein Rtg. Geyer 
Einsatzleiter: GF Sven Friedrich 
Mannschaftsstärke: 1:5 
Fahrzeuge: HLF 20/16 
Weitere Kräfte: Polizei 


Einsatzbericht:

Wendemanöver geht schief / Transporter Bergung für 10 Euro?

Zu einem vermeintlichen Verkehrsunfall wurden am Montagmittag gegen 12 Uhr Rettungsdienst, Polizei und die Feuerwehr Elterlein gerufen. Auf der S 222 zwischen Geyer und Elterlein soll sich ein Transporter im Straßengraben befinden, eine Person sollte sich dabei verletzt haben. Als der Rettungsdienst ankam, sah das ganze jedoch anders aus. Der Fahrer stand unverletzt neben seinem Renault und staunte nicht schlecht, als die Rettungskräfte eintrafen. Für den Rettungsdienst war der Einsatz schnell beendet, anders für Feuerwehr und Polizei. Der slowakische Fahrer gab an, dass er auf einem nur 30 Meter entfernen Parkplatz genächtigt hat, losgefahren sei und bemerkt hatte, dass er in die falsche Richtung fuhr. Er entschied sich für ein Wendemanöver mitten auf der S 222. Dabei geriet er zu weit in den Straßengraben und saß auf. Nix ging mehr voran. Die Kameraden aus Elterlein leiteten eine Vollsperrung ein und prüften, ob Betriebsmittel aus dem Tank ausliefen. Dies war nicht der Fall, doch wie wollte man den schweren Transporter nun herausziehen? Der Slowake hatte nur 10 Euro dabei, die Feuerwehr ist für solche Dienstleistungen nicht zuständig, ein Bauer mit einem Traktor war nicht aufzufinden. Die Polizei suchte nun nach einem unentgeltlichen Abschleppunternehmen, was sich jedoch als recht schwierig gestaltete, da ausländische Kraftfahrer direkt vor Ort zur Kasse gebeten werden. Wenigstens mit einer Zigarette konnten die Rettungskräfte dem Fahrer helfen, denn auch diese sind ihm mittlerweile ausgegangen. Den meisten Ärger hatten jedoch die PKW Fahrer, sie mussten eine großräumige Umleitung in Kauf nehmen. Der Slowake nahm die ganze Aktion mit Humor, spätestens wenn er die Rechnung für Bergung, Rettungsdienst und Feuerwehr sieht, wird sich auch sein Humor gelegt haben. Insgesamt 6 Kameraden der Feuerwehr Elterlein waren vor Ort, die S 222 blieb für über eine Stunde voll gesperrt.

(Quelle Text & Bild: Blaulichtreport & Stormchasing)