Dienstplan

Verkehrsunfall mit verletzten Personen !

Am Montag 23. Oktober 2017 übten alle Ortsfeuerwehren der Stadt Elterlein den Ernstfall.

Wie jedes Jahr, findet der gemeinsame Dienst der Ortsteile Schwarzbach, Hermannsdorf und Elterlein statt. Ziel ist es die Zusammenarbeit untereinander zu Stärken. Heute fand der Dienst bei uns in Elterlein statt. Themenschwerpunkt: „realistische Verkehrsunfallrettung mit mehreren Personen“

Grundgedanke: effizientes Handeln der erst eintreffenden Einheit ohne einen hydraulischen Rettungssatz.

Start um 18 Uhr am Depot. Alle Übungsteilnehmer sammelten sich zur Begrüßung und Einweisung. Punkte wie Schutzausrüstung, Einhaltung der UVV und Information zur patientengerechten Rettung aus Zwangslagen, sollten die Kameraden einstimmen. Nach kurzer Beratung der Einheiten wurde die Einsatzbereitschaft der Übungsleitung gemeldet.

Stichwort: „Verkehrsunfall unklare Lage“ Einsatzort: S 222 Kurven Geyerschen Straße

Die Alarmierung erfolgte um 18.26 Uhr über Funk. Die Einheiten aus Schwarzbach und Hermannsdorf rückten mit ihrem LF und einem TSF-W zur Unfallstelle aus. Dort angekommen galt die oberste Priorität, Einsatzkräfte schützen und die Staatsstraße umgehend zu sperren. Lageerkundung der Einsatzstelle erfolgte durch einen Gruppenführer.

Rückmeldung: Verkehrsunfall mit zwei eingeklemmten Personen, PKW in Seitenlage außerhalb der Straße, zwei vermissten Kinder, der Rettungsdienst und Notarzt werden dringend benötigt! Die Nachalarmierung des HLF der Stadt, ist zwingend erforderlich.

Der Einsatzleiter aus Hermannsdorf ordnete den Raum, bildete 3 Einsatzabschnitte und überwachte die vergebenen Aufträge an die schon vor Ort befindlichen Einheiten.

Nächstes Ziel: schnelle Suche der vermissten Kinder! Parallel die Rettung der eingeklemmten Personen aus dem Unfallwrack.

Zügig fanden Suchtrupps die Kinder. Diese hockten im angrenzenden Feld. Sie erklärten, den Einsatzkräften nicht zu Wissen wo sie seien und gaben starke Schmerzen an.

Der Einsatzleiter erkannte, eine Rettung der Verletzten ohne hydraulisches Rettungsgerät war nicht möglich.

Um nicht wichtige Zeit bei der Menschenrettung zu verlieren wurden vorbereitende Maßnahmen getroffen. Sichern des PKW in Seitenlage, umfangreiches Ausleuchten des Schadensortes und Betreuung der Eingeklemmten.

Ziel bei solchen Ereignissen, sollte immer die „Goldene Stunde des Schocks“ sein. Zeit von Unfallereignis bis Eintreffen des Verletzten im geeigneten Krankenhaus.

Nach Ankunft des HLF Elterlein mit Einweisung des Gruppenführers, konnte die Technische Rettung geplant und in Absprache mit dem Rettungsdienst eingeleitet werden. Aufgrund der Seitenlage des Unfallfahrzeugs außerhalb der Straße am Baum, gestalteten sich die Maßnahmen sehr zeitaufwendig.

Patientengerechte Rettung ohne weitere Schädigung des Verletzten bedarf viel Fingerspitzengefühl der Kameraden. Jederzeit in Kommunikation mit dem Rettungsdienst oder Notarzt.

Nach ca. 40 Minuten konnte der erste Verletzte über das Fahrzeugheck befreit werden und nach weiten 20 Minuten die Fahrerin des Fahrzeuges. Fachgerecht auf einem Spineboard gelagert wurden beide Patienten zur Verletztenablage gebracht und dem Rettungsdienst übergeben. Übungsende folgte um 19:30 Uhr vor Ort.

Alle Einheiten rückten nach Beräumung des Übungsareals zur Nachbesprechung in unser Depot ein. Gestärkt mit einer kleinen Mahlzeit und vielen Eindrücken, fuhr jeder in seinen Standort zurück und stellte die Einsatzbereitschaft her. Wohlverdient ging es in den Feierabend.

Großes Dankeschön gilt allen Verletztendarstellern und Kindern, für ihr realistisches Verhalten bei herbstlichen Wetter.

Vielen Dank auch an alle Kameraden der Wehren für die sehr gute Zusammenarbeit.

gez. Wehrleitung FF Elterlein
(Quelle Text & Bild: Fw Stadt Elterlein)