Geschichtliche Ereignisse

Am 3. April 1873 wurde auf Beschluss der Hohen Königlichen Amtshauptmannschaft Annaberg

durch 14 Mitglieder des örtlichen Turnvereins die FFW Elterlein gegründet.

1875 wurde der 17. Obererzgebirgische Feuerwehrtag in der Stadt abgehalten und das Banner feierlich geweiht,
wozu 905 Kameraden erschienen waren.

1898, im Jahr des 25-jährigen Jubiläums, gingen folgende Gerätschaften an die Wehr über:
200m Schlauch, 1 Schlauchwagen,1 Gerätewagen, 20 Laternen, 10 Steigerleinen, 1 Rettungsschlauch, Steck- und Schraubleiter.

Am 17. Juli 1901 wurde die Günther – Mühle ein Opfer der Flammen.

Am 12. August 1902 suchte ein schweres Brandunglück die Stadt heim. Am Marktplatz brannten 7 Häuser nieder.

Das Feuer entstand nachmittags 13.15 Uhr im Haus des Restaurants Seltmann, griff auf das Haus des Wirtschaftsbesitzers
Richard Neubert und ebenso auf das Haus von Bäcker Weifler über. Am Abend loderten die Flammen erneut auf und wurden durch den Wind weitergetragen. Es brannten die Häuser von Eduard Neubert, Fleischermeister und Ernst Trommler, Webermeister
Eduard Eberlein und das „Gasthaus zur Eiche“ von Restaurateur Möckel.
13 Familien wurden obdachlos.


Am 14. Juli 1904 standen die Häuser Hentschel, Günther und Kraft in Flammen.

1905 konnte in Gegenwart des Feuerlöschdirektors, Herrn Bürgermeister Glöckner, ein neues Steigerhaus übergeben werden.

Am 28.April 1911 brannte das Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Schmiedes Ullmann, welches von 7 Familien bewohnt wurde,
vollständig nieder.
Am 5. November 1911 gab es erstmalig elektrisches Licht in Elterlein.

 

 

Am 16. September 1912 brannte das Krautelsche Wohnhaus.

Am 1. Januar 1915 brannte der Gasthof „Zum Burgstädel“ bis auf die Grundmauern nieder.
Am 20. September 1915 wird auch der Gasthof „Sächsisches Haus“ ein Opfer der Flammen.

Am 11. August 1920, zum Obererzgebirgischen Bezirksfeuerwehrtag, nahmen 36 Feuerwehren mit 880 Kameraden teil.

Am 21. Januar 1922 wurde durch ein Großfeuer das Lippoldsche Grundstück am Markt zerstört.
6 Familien verloren dabei ihr Obdach.

1923 beging die Wehr ihr 50 – jähriges Jubiläum und bekam eine Motorspritze
der Firma Flader aus Jöhstadt mit einer Leistung von 12 PS aus 4 Zylindern und einer Wasserliefermenge von 400 Liter in der Minute bei einem Druck von 5 bar.

Am 27. März 1927 wurde das Geschäftshaus von Richard Münch ein Opfer der Flammen.

Am 25. August 1928 wurde das Wirtschafts- und Scheunengebäude von Emil Lippold zerstört.

Am 25. August 1929 konnte der 51. Obererzgebirgische Feuerwehrtag zum zweiten Mal in Elterlein gefeiert werden.

1936 zählte die Pflichtfeuerwehr 40 Kameraden und die FFW 76 aktive Kameraden.
Außerdem brennt in Burgstädtel am 25. Mai 1936 die über 500 Jahre alte Papiermühle ab.

1940 wurde die Pflichtfeuerwehr aufgelöst.

1943 wurde ein Feuerwehrfahrzeug Mercedes Benz, sowie eine tragbare Kraftspritze und feuerwehrtechnische Ausrüstung angeschafft.

Beim Bombenangriff auf Buchholz in der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945 wird die Feuerwehr Elterlein zur Löschhilfe angefordert.

1948 feierte die Wehr das 75 – jährige Bestehen.

Zu diesem Jubiläum wurde das Banner, welches unsere Wehr 1895 erhielt, letztmalig in der Öffentlichkeit gesehen.
Bis heute gilt es als verschollen.

1964 wurde eine Frauenbrandschutzgruppe gebildet und der langersehnte Steigerturm fertig gestellt.

1966 kam es zur Gründung der Arbeitsgemeinschaft Junge Brandschutzhelfer.

1973 feierte die Wehr ihr 100 – jähriges Jubiläum.

1990 war ein Jahr, in welchem keiner wusste, wie es mit der Feuerwehr weitergehen würde. Für die FFW Elterlein gab es vorerst keine Änderungen.
So bekammen wir von ehemaligen Brandschutzzügen der DDR, Ausrüstung überlassen, wie z.B. Watanzüge, Funkgeräte u.v.m.

Durch die Stadt Elterlein wurde ein 1,5 t Seilzuggerät angeschafft.

1992 wurde ein Tanklöschfahrzeug vom Typ TLF 16 W50 im Wert von 173.000 DM an die Elterleiner Kameraden
übergeben, wovon 40% vom Land Sachsen übernommen wurden. Erstmals wurden 15 Funkmeldeempfänger beschafft.
In diesem Jahr verfügte die Wehr über 12 aktive Kameraden und es erfolgte die Neugründung der Jugendfeuerwehr.

1993 erhielten wir ein LF 8 Opel Blitz von der Partnergemeinde Remshalden, welches vorwiegend für die Ausbildung der Jugendfeuerwehr genutzt wurde.

Am 14. Mai 1994 wurde das in 3006 Stunden Eigenleistung geschaffene neue Gerätehaus durch den Bürgermeister, Herrn K. Weinhold, übergeben.

1995 erringt die Jugendfeuerwehr ihren ersten Kreismeistertitel.

1996 erfolgte mit der Eingemeindung von Schwarzbach nach Elterlein der Zusammenschluss beider Wehren. M. Kreutel wird zum Stadtwehrleiter gewählt.
Aus Anlass des 30 – jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr Elterlein wurde der Kreisjungendfeuerwehrtag in unserer Stadt abgehalten.

Dabei verteidigte unsere Jugendfeuerwehr den Kreismeistertitel vom Vorjahr.

1997 erhielt unsere Feuerwehr im Beisein zahlreicher Gäste ein neues, nach alten Vorlagen gefertigtes Banner.
Zwei Monate vor der Weihe dieses Banners wurden Teile des alten Gestänges in einem Schuppen in Elterlein entdeckt.
Kamerad M. Kreutel, der übergangsweise die Jugendfeuerwehr übernahm, wurde feierlich aus der Funktion
des Jugendwarts verabschiedet. Seine Nachfolge tritt Kamerad S. Munzert an.

1998 feierte die Wehr ihr 125 – jähriges Jubiläum.

 

Einen Höhepunkt des Jahres stellten die Dreharbeiten zur RTL Serie „Notruf“ dar, an denen wir zwei Tage mitgewirkt haben.

Das Ergebnis war ein zehnminütiger Beitrag, welcher über den Unfall einer Kameradin nach dem Ausbildungsdienst berichtete.

1999 erhielten wir vom Land Sachsen ein LF 16-TS, welches der Katastrophenschutzeinheit „Retten und Löschen“ untersteht.
Zusätzlich rüsteten wir unser LF 8 (Robur LO 1800) in Eigenleistung zum HilfsRüstWagen um.

Außerdem richteten wir ein Kinderfest für krebskranke Kinder aus.

Dieser Tag ist den Kindern und unseren Kameraden noch lange in Erinnerung geblieben.

Jahrtausendwende

2000 erhielt unsere Wehr ein hydraulisches Rettungsgerät.

2001 vom 5. – 7. Oktober besuchten wir unsere Partnergemeinde Belm.

2002 war auch unsere Wehr beim Jahrhunderthochwasser im Einsatz.

2004 wurde der Partnerschaftsvertrag mit unserer Partnergemeinde Belm unterzeichnet.

2005 fand der 3. Helfertag der Hilfsorganisationen des LK Annaberg und Aue – Schwarzenberg in der „Goldenen Sonne“ statt.

2010 konnte nach langer Planungsphase durch die amtierende Wehrleitung der Freiwilligen Feuerwehr Elterlein endlich ein dringend benötigtes und modernes Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20/16, MAN mit Aufbau Schlingmann) beschafft und in Dienst gestellt werden.

Der aktuelle Mitgliederstand im Januar 2010, 2 weiblich Aktive, 36 männlich Aktive, 6 Kameradinnen in der Frauenabteilung und 11 Kameraden Alters- und Ehrenabteilung.