Datum: 12. November 2019 
Alarmzeit: 20:50 Uhr 
Alarmierungsart: Alarmruf 112, DME, Sirene 
Dauer: 1 Stunde 30 Minuten 
Art: TH 1 
Einsatzort: Elterlein, Neubau 
Einsatzleiter: ZF Reiko Hill 
Mannschaftsstärke: 1:8 / 1:1 
Fahrzeuge: HLF 20/16, MTW 


Einsatzbericht:

Am Dienstagabend alarmierte uns die IRLS Chemnitz mit dem Stichwort: „Wasserschaden in Wohnung“.

Wenige Minuten nach dem Alarm, rückte das HLF 20 zur angegebenen Einsatzstelle aus. Während der Anfahrt erhielten wir bereits genauere Informationen zum Geschehen vor Ort.

In einer Mietwohnung im Obergeschoß, wäre aufgrund eines technischen Defektes, Wasser aus der Heizungsanlage aufgetreten und überflutet nun das ganze Zimmer. Die darunter liegende Wohnung wäre bereits ebenfalls („nass“) betroffen.

Am Wohnobjekt angekommen führten wir eine Lageerkundung durch und verbrachten den Mieter mit Kleinkind aus den betroffenen Bereichen ins „Trockene“. Einige Teile der Mietwohnungen waren zu diesem Zeitpunkt, bereits vorbildlich stromlos geschalten.

Unsere Einsatzkräfte dichteten zügig die Leckagestelle am Heizkörper ab und sicherten Sachwerte (u.a. Kinderspielzeug) in Bodennähe.

In der darunter liegenden Wohnung, tauschten wir die aufgestellten Eimer durch größerer Schuttmulden und versuchten das durchdrückende Wasser zu minimieren. Nachdem die ersten Maßnahmen Erfolg zeigten, planten wir das weitere Vorgehen in den jeweiligen Wohnungen. Zur Unterstützung bei der Schmutzwasserbeseitigung rückte unseren MTW mit einem Feuerwehrsauger und zwei weiteren Einsatzkräften an. Mit diesem Sondergerät, kann ausgetretenes Schadenswasser, rückstandslos aufgenommen werden.

Im weiteren Verlauf öffneten wir gewaltsam, nach Rücksprache mit dem Mieter / Eigentümer, den Laminatboden. So konnte auch der darunter liegende Wasserspiegel aufgenommen werden und weitere Schäden in der angrenzenden Wohnungen verhindert.

Nach erfolgreichem Abschluss aller Maßnahmen Übergaben wir die Einsatzstelle an den Eigentümer und dessen Mieter. Wir rückten zur Herstellung der Einsatzbereitschaft ins Depot ein.

(Quelle Text: Einsatzdoku Fw Stadt Elterlein)

Hinweis der Feuerwehr:

Solche Schadensereignisse sind für jeden Mieter und/oder Eigentümer eine Katastrophe. Selten lassen sich solche Szenarien in dieser Ausdehnung für den Geschädigten beherrschen. Aufgrund unachtsamer Selbsthilfeversuche ist dann die Folge, dass die Gefahren im Umgang mit „Wasser und Strom“, außer Acht gelassen werden. Ein schwerer Stromunfall ist die Folge und häufig mit tödlichem Ausgang.

Daher möchten wir an dieser Stelle daran erinnern, dass sich beide Medien nicht miteinander vertragen.

Wenn dann der Mensch bei Strom ins Spiell kommt, sind bereit 40 Milliampere lebensbedrohlich! Im häuslichen Steckdoesen findet man üblicherweise 10-15 Ampere wieder.

Also Finger weg, Wohnung verlassen und keine stromleitenden nassen Gegenstände anfassen.